Arbeitskreise behandeln Fachthemen

Innerhalb des VskE beschäftigen sich ausgewählte Mitglieder im Rahmen von Arbeitskreisen mit Fachthemen, die für die Etikettenindustrie von genereller Bedeutung sind. Die Beteiligung an einem Arbeitskreis steht allen ordentlichen Mitgliedern offen. Voraussetzung für eine Teilnahme ist fachliche Kompetenz und praktische Erfahrung. Seit 2008 wurden folgende Arbeitskreise im Verband eingerichtet:

AK Compliance

Seit dem Jahr 2009 ist dieser Arbeitskreis aktiv. Grund für die Einrichtung dieses Gremiums war die stark wachsende Zahl an Kundenanfragen vor allem aus den Bereichen Lebensmittel und Handel, die sich unter dem Stichwort Konformitätserklärungen zusammenfassen lassen. Den Markt und die Entwicklung entsprechender Gesetze und Richtlinien zu beobachten und Hinweise für die Auswirkungen auf den Praxisalltag von Etikettendruckereien zu sammeln, zählt zu den vordringlichen Aufgaben des Arbeitskreises.

VskE-Leitfaden zur Konformitätsarbeit

Im Oktober 2013 hat der Arbeitskreis einen wichtigen Meilenstein seiner Aktivitäten vorgelegt, von dem alle Mitglieder im Verband profitieren können: Den VskE-Leitfaden zum Thema "Konformität"! Er beinhaltet die komplexe Materie der Konformitätsarbeit im Zusammenhang mit Selbstklebeetiketten vor allem für Lebensmittelverpackungen in kompakter und gut verständlicher Form.

Entscheidungshilfe Migration

Aufbauend auf den Inhalten des VskE-Leitfadens hat der Arbeitskreis im Oktober 2016 eine Broschüre als Entscheidungshilfe zum Einsatz von UV-Farben und UV-Lacken bei migrationsrelevanten Anwendungen veröffentlicht, die inzwischen als Online-Tool zur Verfügung steht. Interessenten können sich kostenfrei für die Nutzung registrieren und finden dort eine Übersicht von markttypischen Beispielen an Verpackungen. Für die einzelnen Anwendungen sind auch Verwendungszwecke beschrieben sowie eine Abschätzung des jeweiligen Migrationsrisikos angegeben. Deshalb ist das überall verfügbare Online-Tool ein nützliches Hilfsmittel für alle Hersteller von Lebensmittelverpackungen, die täglich mit dieser Thematik und der Forderung der Kunden nach einer Minimierung des Migrationspotenzials konfrontiert sind.

AK Digitalisierung

Anfang Dezember 2016 hat der VskE unter dem Stichwort „Label Digital“ einen neuen Arbeitskreis eingerichtet. Im Fokus der Arbeit steht der Einfluss der seit Jahren zu beobachtenden Digitalisierung in der Etikettenindustrie.

Im Arbeitsablauf einer Etikettendruckerei gibt es über die gesamte Wertschöpfungskette verteilt ganz unterschiedliche Möglichkeiten der Digitalisierung. Sie ist ein Lösungsansatz für eine Aufgabenstellung, bei der bislang manuell bzw. offline ausgeführte Produktionsschritte in automatisierte, digitale Prozesse überführt werden. In allen Fällen sollte es dabei um Optimierungen gehen, mit denen folgendes erreicht werden soll:

  • eine Steigerung der Produktivität
  • die Einsparung von Kosten
  • das Erschließen von strategischen Wettbewerbsvorteilen

Der Arbeitskreis hat umfassende Informationen zu allen Wertschöpfungsstufen einer Etikettendruckerei zusammengetragen. Die daraus entstandene Publikation steht allen Vske-Mitgliedern als PDF-Download im Login-Bereich der VskE-Homepage zur Verfügung.

AK Klebstoff

Im Jahr 2010 hat der VskE den Arbeitskreis „Klebstofftoleranzen“ ins Leben gerufen. Auslöser waren verschiedene Fälle von klebstoffbedingten Beanstandungen bei Haftetiketten. Mögliche Ursachen können eine fehlerhafte Klebstoffdicke oder ein für die Anwendung zu großer Toleranzbereich sein. Gemeinsam mit Haftmaterialherstellern wurden Möglichkeiten ausgelotet, die vereinbarten Toleranzen zu optimieren, um auf diese Weise Fertigungsprozesse und Produkteigenschaften zu verbessern. Mit einem Abschlussbericht, in dem die aufschlussreichen Ergebnisse des AK Klebstofftoleranzen zusammengefasst sind, ist der Arbeitskreis vorerst abgeschlossen.

AK Marketing

Der Arbeitskreis Marketing, der im Februar 2011 ins Leben gerufen wurde, hatte als Ziel, schrittweise ein moderneres Corporate Design für den visuellen Auftritt des Verbandes zu entwickeln. Parallel dazu wurden auch die jeweils kommunizierten Inhalte an die aktuellen Gegebenheiten angepasst.

Für diesen Arbeitskreis sind gegenwärtig keine Aufgaben geplant. Bei Bedarf kann er jedoch jederzeit aktiviert werden.

AK Materialkostenindex

Das Ziel war, einen Materialkostenindex mit verlässlichen Daten zu erhalten, der von der Branche z.B. als Basis bzw. Bezugsgröße für einen Vertragsbindungszeitraum genutzt werden kann.

Zum einen hat der Arbeitskreis Anfang 2012 die Plausibilität des Rohstoff-Index überprüft, den das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Alexander Watson Associates (AWA) im Auftrag des VskE und vier weiteren nationalen Verbänden in Europa ermittelt. Seit Juli 2012 stellt der VskE diesen vierteljährlichen Index allen Mitgliedern kostenfrei zur Verfügung.

Neben dem AWA-Report, in dem die Kosten einzelner Komponenten erfasst werden, aus denen Selbstklebematerialien hergestellt werden, d.h. Release Liner, Klebstoffe und Obermaterialien, wurde ein eigenständiger Index entwickelt. Seit Beginn des Jahres 2014 führt die Firma OmniQuest GmbH quartalsweise im Auftrag des VskE die Branchenerhebung einschließlich Materialkostenindex (kurz: Maki) per Online-Befragung unter den ordentlichen Mitgliedern des VskE durch. Der Maki ist seit 2015 öffentlich zugänglich. Wenn Sie Interesse an diesem Index haben, können Sie ein PDF der aktuellen Ausgabe bei der Firma OmniQuest anfordern. Bitte verwenden Sie dazu das Online-Formular, das Sie über folgenden Link erreichen: VskE-Maki anfordern

AK Pharma

Oktober 2008 fand das erste Treffen des VskE-Arbeitskreises Pharma-Etiketten statt. Seit Einrichten des Gremiums spielt das Stichwort Blindenschrift eine zentrale Rolle. In dieser Zeit ist beispielsweise das Erarbeiten der europäischen Norm EN 15823 (Blindenschrift auf Arzneimittelverpackungen) begleitet worden, die im Januar 2013 in die Internationale Norm ISO 17351 "Braille on packaging for medicinal products" überführt wurde.

Parallel dazu hat der Arbeitskreis Pharma von Anfang an versucht, die Entwicklung eines Systems zur Inline-Höhenmessung von Blindenschrift zu initiieren. Die Erkenntnisse aus der geleisteten Entwicklungsarbeit zeigen, dass der größte Teil der Anforderungen zwar erfüllt werden kann, zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber kein System verfügbar ist, mit dem eine technisch zuverlässige und wirtschaftlich sinnvolle Kontrolle realisierbar ist. Aufgrund der derzeit sehr geringen Nachfrage wurde die Entwicklung vorerst eingestellt.

AK Recycling

Die Beschäftigung mit dem Thema Recycling ist für die Haftetikettenbranche ein Muss. Schon vor Gründung des Arbeitskreises im Jahr 2009 hatte der Verband Informationen über die Möglichkeiten der Wiederverwertung zusammengetragen. Mittlerweile werden die Ergebnisse immer konkreter. Für den deutschsprachigen Etikettenmarkt können drei Kernaussagen getroffen werden:

  1. Das Angebot an Recycling-Möglichkeiten weitet sich schrittweise aus.
  2. Während für die Etikettenindustrie aus globaler Sicht immer noch die ökologisch ungünstigste Möglichkeit der Deponie vorherrscht, ist dies im Einzugsbereich des VskE schon länger kein Thema mehr. Reststoffe werden zumindest thermisch verwertet, d.h. als Energieträger genutzt.
  3. Der Anteil des wertstofflichen Recyclings wächst. Aus ökologischer Sicht sollte dies für alle anfallenden Reststoffe angestrebt werden, sofern es technisch und wirtschaftlich realisierbar ist.

 

AK Wikilabel

Seit 2015 steht das Portal Wikilabel®, eine Sammlung speziellen Fachwissens aus der Etiketten- und Schmalbahnindustrie, registrierten Nutzern zur Verfügung. Das sind in erster Linie die VskE-Mitglieder. Daneben kann auch Bildungseinrichtungen sowie Schülern und Studenten, die sich gezielt mit dem Fachgebiet der Etikettenfertigung beschäftigen, nach Überprüfung des Einzelfalls ein zeitlich begrenzter Zugang gewährt werden.

AK Label17

Die „Label Youngsters“ - so nennt sich die junge Gruppe selbst -, die sich Anfang 2017 zum VskE-Arbeitskreis Label17 zusammengeschlossen hat. Sie hat sich die Aufgabe gestellt, speziell eine junge Zielgruppe auf die spannenden Seiten der Etikettenindustrie aufmerksam zu machen. Je mehr vor allem die junge Generation über die Schmalbahnindustrie und ihre vielfältigen Zukunftschancen weiß, umso leichter wird es in Zukunft, geeignete Auszubildende oder Fachkräfte zu finden.

Unter dem Titel "Branding the World" werden die Teilnehmer des Arbeitskreises, die alle junge Mitarbeiter oder Auszubildende in VskE-Mitgliedsbetrieben sind, eine eigene Microsite (brandingtheworld.de) betreiben. Zentraler Bestandteil wird ein Blog mit regelmäßigen Beiträgen sowie aussagekräftigen Videos und Infografiken über interessante Themen rund um Etiketten sein.

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